Was ist ein Agent?
Ein Agent antwortet nicht nur — er handelt. Er hat eine Schleife: wahrnehmen, entscheiden, handeln, Ergebnis prüfen, nächster Schritt.
Der Unterschied zu einem Skill ist praktisch: Musst du die KI zum nächsten Schritt anstossen — oder entscheidet sie das selbst? Wenn sie selbst entscheidet, ist es ein Agent.
Wie funktioniert ein Agent?
Ein Agent braucht drei Dinge:
- Ein klares Ziel: "Erstelle eine Branchenanalyse für Kunde X"
- Verfügbare Tools: Web-Suche, Dateien lesen, E-Mail senden
- Eine Stopp-Bedingung: "Wenn der Bericht fertig und vom Review bestätigt ist"
Dazwischen arbeitet der Agent eigenständig: Er recherchiert, analysiert, schreibt einen Bericht, prüft ihn und verfeinert bei Bedarf. Du steuerst nicht jeden Schritt — du definierst das Ergebnis.
Subagenten: Komplexe Aufgaben können aufgeteilt werden. Ein Hauptagent orchestriert und delegiert an spezialisierte Subagenten — ein Recherche-Agent, ein Analyse-Agent, ein Review-Agent. Jeder mit eigenen Skills und Tools.
Wann ein eigener Agent statt eines Skills sinnvoll ist:
- Der Agent braucht eine sehr spezifische Rolle, die vom Hauptassistenten abweicht
- Du willst die Tool-Auswahl einschränken — z.B. ein Recherche-Agent bekommt nur Web-Suche, kein Schreiben
- Du willst die Logik in verschiedenen Kontexten wiederverwenden
Warum ist das wichtig für KMU?
Agenten sind der nächste Schritt nach dem Chat. Statt "KI hilft mir beim Formulieren" wird es "KI bearbeitet Aufgaben für mich":
- Posteingang bearbeiten: Agent liest E-Mails, prüft CRM, entwirft Antworten, flaggt für Review
- Recherche: Agent sammelt Marktdaten, erstellt eine strukturierte Analyse
- Dokumentenverarbeitung: Agent liest Verträge, extrahiert Kernpunkte, erstellt Zusammenfassung
Der Einstieg muss nicht komplex sein. Bereits ein einfacher Agent mit klarem Ziel und zwei, drei Tools liefert spürbaren Mehrwert.
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